Ernährung

Eine gesunde Ernährung trägt wesentlich zur allgemeinen Gesundheit bei und hilft, zahlreiche Erkrankungen zu verhindern, zu verbessern oder auch zu heilen. Sich gesund zu ernähren reicht jedoch oft nicht aus. Es nützen auch die besten Lebensmittel wenig, wenn andere Systeme des Körpers wie der Darm oder auch die Leber nicht richtig funktionieren.
Auch das Immunsystem und chronischer Stress spielen hier eine entscheidende Rolle.

 

Omega-3-Fettsäuren aus Fisch spielen eine Schlüsselrolle in der menschlichen Gesundheit. Omega-3- Fettsäuren sind essenziell für die Qualität der Zellmembranen unserer Körperzellen, auch des Herzens und des Gehirns. Je besser diese Membranen versorgt werden, desto besser können sie ihre Arbeit verrichten.

 

Leider wird die für den Fischverzehr empfohlene Menge nur von 14 % der niederländischen Bevölkerung erreicht (CBS, 2015). Und wer Fisch isst, muss darauf achten, hauptsächlich wild gefangenen Fisch zu essen. Wildfisch sollte gegenüber Zuchtfisch, der große Mengen von Antibiotika enthält, immer der Vorzug gegeben werden. Außerdem ist auch hier wieder wichtig, dass sich die Fische frei im Meer bewegt haben müssen, um einen optimalen Nährstoffgehalt zu liefern. Kaltwasserfische sind dabei besonders wertvoll, da sie zum Schutz gegen die Kälte besonders viele essenzielle Fettsäuren bilden.

 

Bei umfangreichem Fischverzehr tritt jedoch das Problem auf, dass viele Fischarten Schwermetalle und andere Verunreinigungen enthalten. Wenn Fisch nicht öfter als zweimal pro Woche gegessen wird, bildet dies wahrscheinlich noch kein ernsthaftes Problem – vor allem, wenn der Fisch mit viel Gemüse und Knoblauch kombiniert wird, die verschiedene Substanzen (wie Methionin, Cystein, Chlorophyll, Taurin und Cholin) enthalten, die giftige Substanzen binden (chelatieren) können.


Die Frage ist vielmehr, ob es ausreichend ist, zweimal pro Woche Fisch zu essen. Im Körper spielt nämlich vor allem das Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 eine Rolle. Omega-6 nehmen wir in Form von Arachidonsäure in großem Maße beispielsweise über Pflanzenöle, Fleisch und Fertigprodukte auf. Das Verhältnis zwischen Omega-6- und Omega-3- Fettsäuren liegt in der westlichen Nahrung bei etwa 15-25:1, wünschenswert wäre jedoch ein Verhältnis von etwa 3-5:1. Ein unausgeglichenes Verhältnis zwischen den über die Nahrung zugeführten Omega-6- und Omega- 3-Fettsäuren wirkt unter anderem entzündungsfördernd und steht im Zusammenhang mit vielen chronischen entzündlichen Erkrankungen.


Um dieses Verhältnis wieder auszugleichen, muss man in jedem Fall die Aufnahme von Omega-6 drastisch verringern. Das erfordert viel Aufwand von Seiten des Verbrauchers, unter anderen deswegen, weil er es gewohnt ist, alles im Supermarkt zu finden und Alternativen oft erst mühsam suchen muss.
Fazit: Basissupplementierung mit gereinigtem Omega-3 stellt bei mindestens 86 % der Menschen (wenn nicht bei allen) die Mindestvoraussetzung dafür dar, um das Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3 wieder auf 5:1 oder, besser noch, auf 1:1 zu bringen.

 

 

Literatur

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